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Work-Life-Balance-Tipps: Wie frei ist deine Freizeit?

#Work-Life-Balance

Mit kleinen Tipps und Tricks die Work-Life-Balance aufpeppen

Work-Life-Balance-Tipps: Wie frei ist deine Freizeit?

Die Balance zu halten ist schwierig: In der Mittagspause eine Rechnung vom Stromanbieter checken. Dann schnell etwas am Schreibtisch essen und zurück an die Arbeit. Dort rücken Termine näher. Also entweder zu Hause noch etwas nacharbeiten, für den nächsten Tag vorbereiten oder Überstunden machen. Aber wolltest du dich nicht schon lang wieder mit alten Freunden treffen? Und was war noch mal mit diesem einen Plan, endlich mal wieder mehr Sport zu treiben? Oft ist uns ein gewisses Ungleichgewicht in der Work-Life-Balance gar nicht bewusst – oder wir nehmen es als selbstverständlich hin. Dabei sind es die kleinen Dinge, mit denen wir uns ein Stück Balance zurückholen können.

Vor den Tipps: Überleg einmal, wo es bei deiner Work-Life-Balance hapert

Ganz am Anfang solltest du kurz reflektieren: Entzieht dein Job dir viel Energie? Mehr als er dir wert ist? Kannst du vielleicht deine Einstellung zur Arbeit verändern? Wenn du jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit gehst, muss sich etwas ändern. Oder gibt es Faktoren in deiner Freizeit, die sich negativ auf deine Balance auswirken? Erst wenn wir über die Empfindung „ich bin gestresst“ hinaus wissen, wo es nicht rund läuft, können wir was tun.

Denn an dieser Stelle sei gesagt: „Work“ und „Life“ bedeutet nicht immer „Beruf“ und „Leben“.

Deine Arbeit gehört zu deinem „Life“, genau wie du in deinem Leben auch andere „Work“ machst als deinen Beruf: Hausarbeit zum Beispiel. Gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit nehmen wir uns zwischen Shopping, Betriebsfeiern und Advent-Deko-Aktionen viel zu wenig Zeit für uns – obwohl all das theoretisch zu unserer sogenannten „Freizeit“ gehört. Ein Schritt zu besserer Work-Life-Balance ist auch die Einstellung: Machen wir unsere Fre

1. Work-Life-Balance-Tipp: Lass die Arbeit dort, wo sie hingehört, und schreibe dir Ballast aus dem Kopf

Das klingt vielleicht erst mal unglaubwürdig, aber es wirkt: Schreib dir kurz vor Feierabend eine To-Do-Liste für den nächsten Tag – damit vertreibst du nervige Gedanken am Abend. Auch morgens beim Frühstück bist du dann entspannter, weil du dir keine kommenden Aufgaben ins Gedächtnis rufen musst.

Du „lädst“ damit den ganzen Ballast aus dem Kopf aufs Papier.

Wenn du wieder am Arbeitsplatz bist, kannst du direkt loslegen. Du schaffst einen bewussten, selbstbestimmten Abschluss deines Arbeitstages und ziehst eine Grenze: Bis hierhin ist Arbeit – und nicht weiter. Nimm keine Arbeit mit in diese Zeit. Eine To-Do-Liste abzuhaken ist ungemein motivierend und gibt ein wohliges Gefühl des „Schaffens“. So trägst du aktiv dazu bei, insgesamt positiver zu denken – in Bezug auf deine Arbeit und Freizeit.

2. Work-Life-Balance-Tipp: Trenn deine berufliche und private Kommunikation konsequent

Wenn du schon mit einer To-Do-Liste deinen Kopf „entrümpelst“, kannst du die Kommunikation zwischen Job und Freizeit auch ganz trennen. Das ist für viele eine ziemliche Umstellung, denn unerreichbar zu sein ist heutzutage unglaublich schwierig. Unerreichbar zu sein – und das auch zu wissen – bewirkt aber Wunder. Dein „Kopf-Grundrauschen“ sinkt. Die meisten Arbeitsstellen lassen es zu, wenn du dafür sorgst, in deiner Freizeit nicht für deine Kollegen oder Kunden erreichbar zu sein.

Trotzdem lesen 42 % der deutschen Arbeitnehmer in ihrer Freizeit berufliche E-Mails.

Da solltest du konsequent sein: Entweder du machst Überstunden oder du hast frei. Beides vermischen? Schlecht für deine Work-Life-Balance! Deine Freizeit ist nur wertvoll, wenn sie wirklich „frei“ ist.

Drei Freundinnen picknicken und unterhalten sich.
„Quality Time“: Mach mit Freunden oder Familie mehr aus deiner Freizeit.

3. Work-Life-Balance-Tipp: Achtsamkeit beim Essen und in der Pause

Apropos freie Zeit: Deine Mittagspause ist dazu da, dich aus der Arbeit zu holen und mental zu entschleunigen. Sie ist nicht dazu da, in höchster Geschwindigkeit dein Essen in dich hineinzustopfen und dabei das Protokoll des letzten Meetings zu lesen. Achtsamkeit bedeutet: Iss und schmecke dein Essen bewusst.

Setz dich zum Essen hin – und zwar nicht vor den Computer.

Sprich mit deinen Kollegen dabei. Oder geh ein paar Meter und genieße (achtsam) die frische Luft, gerne auch alleine, nur für dich – die Zeit der Pause sollte möglichst „frei“ von Einflüssen sein, die dich stören und in den Arbeitsmodus ziehen. Übrigens: Eine intuitive Ernährung unterstützt dich mental dabei, auf deinen Körper zu hören und dich nicht wegen des Essens zu stressen.

4. Work-Life-Balance-Tipp: Mach freie Zeit zu Qualitätszeit

Wirklich „freie“ Freizeit ist nicht nur die reine Abwesenheit von Zwang. Es ist die Freiheit, die Dinge aktiv zu tun, die wir wollen. Sich frei zu bewegen, genau so, wie du es am liebsten magst. Manchmal geht es da gar nicht um bloße Zeiträume. Vielmehr holen wir oft zu wenig aus unserer freien Zeit heraus. Unser Wochenende mit bestellter Pizza und Streaming-Diensten zu verbringen, ist verlockend und manchmal sicher genau das Richtige. Aber wann hattest du zuletzt das Gefühl, am Wochenende mit Freunden oder Familie „viel erlebt“ zu haben? Vielleicht wechselst du nächstes Wochenende nicht von einer Waagerechten auf die andere, sondern leihst dir mit einer guten Freundin ein Mountainbike und erkundest die Natur um deine Stadt herum? Plane beispielsweise einen Aktivurlaub in Deutschland, um zu wandern – achtsam und in deinem Tempo. Ob du Waldbaden in der Umgebung machst oder doch lieber mit Freunden leckere, gesunde Rezepte kochst: Hauptsache, du „versackst“ nicht jedes Wochenende. Oder ist Quality Time für dich der Zustand, auch einfach mal bewusst alleine zu sein? Ein Buch zu lesen, den eigenen Gedanken nachzuhängen? Eine Runde Slow Jogging [Link: Artikel zu Slow Jogging], in der du bewusst und langsam Sport treibst? Vielleicht abends nach Feierabend noch etwas für dich selbst kochen – genau so, wie du es magst (überleg einmal, wie anders du kochst, wenn du allein bist!). Dir selbst etwas gönnen, indem du aktiv lebst und dich bewusst ausruhst. Quality Time ist das, was du magst, bewusst und achtsam – ohne deine alltäglichen Baustellen.

5. Work-Life-Balance-Tipp: Lerne zu priorisieren und zu delegieren

Neben den vielen „Baustellen“ im Beruf willst du deine Wohnung sauber halten, engagierst dich sozial, hältst Kontakt mit 46 Freunden, baust einen Kräutergarten auf dem Balkon, planst langfristig dein Eigenheim und gehst auf die Abendschule. Merkst du was? Wir tun Dinge oft, weil wir glauben, dass sie von uns erwartet werden. Das Resultat: Wir machen alles gleichzeitig, bekommen manchmal aber nichts so richtig fertig. Das demotiviert und belastet.

Versuche weniger Projekte gleichzeitig zu machen.

Es ist vollkommen okay, den Kollegen oder Partner um Hilfe zu bitten. Es ist auch okay, ein Projekt zurückzustellen. Denn dadurch machst du etwas anderes besser, und – noch wichtiger – führst es erfolgreich zu Ende. Am allerschlimmsten ist es, wenn wegen fehlender Work-Life-Balance ein eigentlich geliebtes Hobby auf einmal lästig wird und keinen Spaß mehr macht. Wenn du dich immer wieder gestresst zum Fußballverein schleppst und fluchst, weil Training auf der Tagesordnung steht, passiert etwas: Dann wird ein ehemals lieb gewonnenes Hobby langsam von „Life“ zur „Work“. Der Begriff „Freizeitstress“ beschreibt das ganz gut. Tu etwas dagegen: Stelle andere Baustellen in deinem Leben zurück. Gib Verantwortung und Pflichten an Familienmitglieder oder Kollegen weiter, bei denen es passt. Aktiver Sport oder einfach mehr Bewegung in der Freizeit durch lange Spaziergänge oder Ähnliches helfen dir Stress abzubauen. Und das führt wiederum zu mehr Motivation für Sport!

6. Work-Life-Balance-Tipp: Neue Impulse setzen mit Yoga und Meditation

Wenn du durchs Priorisieren und Delegieren mal 30 Minuten freigeschaufelt hast, versuch etwas Neues. Keine Angst: Weder bei Yoga noch bei Meditation musst du dich in esoterische Themen einlesen. Wenn du Vorbehalte gegen den spirituellen Part von Yoga hast, sieh es als entspannende Bewegungsübungen mit einem positiven Effekt: Yoga gibt dir Energie für den Alltag und für dein Training Dafür musst du nicht in ein Yogastudio. Als Anfänger kannst du Yoga einfach für ein paar Minuten im Wohnzimmer machen oder dich auf einen 30-minütigen Yoga-Flow einlassen. Es gibt auch Pop-up-Yoga-Spots, wo du dich zusammen mit anderen Menschen entspannst, am schönsten unter freiem Himmel. Praktiziere die „Asanas“ (Körperstellungen im Yoga) bewusst und horche auf deine langsame, tiefe Atmung. Schließe die Augen, nimm die leisen Geräusche deiner Umgebung wahr, „versinke“ im Augenblick. Nichts anderes ist Meditation.

Du merkst: Fast immer können wir etwas tun, um wieder ein wenig die Balance zu finden. Brauchst du mehr Inspiration? Stöbere ganz entspannt durch unsere Übersichtsseite zum Thema Work-Life-Balance. Vielleicht hilft das schon, um ein wenig zu entschleunigen. :)

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